7 Tipps, wie Sie ohne schlechtes Gewissen online shoppen können

7 Tipps, wie Sie ohne schlechtes Gewissen online shoppen können

Ich shoppe gerne und viel online. Doch als ich las, wie umweltbelastend das sein kann, plagte mich sofort das schlechte Gewissen. Der Versand von nur einem Paket innerhalb Deutschlands verursacht genauso viele Treibhausgase, als würde ich drei Kilometer mit dem Auto fahren. Hinzu kommt noch, dass viele Bestellungen wieder zurückgeschickt werden. Bei Zalando beträgt die Retourquote sogar 50%. Das ist der absolute Umweltwahnsinn.

Doch deshalb mit dem online shoppen aufhören, wäre für mich ebenso schwierig, wie für immer auf Pizza zu verzichten. Aber ich habe Besserung geschworen. Hier sind meine 7 persönlichen Tipps, wie man das Online Shoppen umweltfreundlicher gestalten kann:

1. KAUFE NICHTS ONLINE EIN, WAS DU AUCH IN DEINER NÄHE BEKOMMST

Der BUND empfiehlt, grundsätzlich nichts online zu bestellen, das man zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Bahn besorgen kann. Mit dem Auto zum Shoppen in die Stadt zu fahren, kommt auch nicht infrage. Das ist ebenso umweltbelastend wie online shoppen. Aus diesem Grund sollte man auch auf Lieferdienste von lokalen Supermärkten verzichten.

2. WENN ONLINE SHOPPEN, DANN AM BESTEN REGIONALE PRODUKTE

Online-Einkäufe machen vor allem Sinn, wenn man bei regionalen Anbietern bestellt. Wenn man als Düsseldorfer beispielsweise bei einem bayrischen Hersteller ein Walnussöl aus heimischen Nüssen bestellt, hat das Produkt insgesamt kürzere Wege hinter sich, als ein Supermarkt-Öl mit Nüssen aus Kalifornien.

3. KAUFE, WENN ES GEHT NUR BEI EINEM ANBIETER

Wegen minimaler Preisvorteile sollte man seine Einkäufe nicht auf mehrere Anbieter verteilen. Das verursacht nur zusätzliche Fahrten und somit eine höhere CO2-Emission.

4. KAUFE KEINE KLEIDUNG UND SCHUHE IM INTERNET

Das wird wohl am schwierigsten für mich werden. Aber laut Handelsblatt haben Kleidung und Schuhe die höchsten Retourquoten. Kunden bestellen sie gleich in mehreren Größen und Farben, um dann nur ein einziges Teil zu behalten. Deshalb sollte man lieber einen schönen Shopping Tag in der Stadt mit einer Freundin verbringen, wenn man sich nicht sicher ist, was man sucht.

5. WENN DIR ETWAS IM LADEN GEFÄLLT, DANN KAUFE ES AUCH DORT

Immer noch lassen sich viele Kunden zunächst im Laden beraten, um dann billig im Internet zu bestellen. Das ist nicht nur gegenüber den Ladenbesitzern unfair, sonder belastet die Umwelt gleich doppelt.

6. VERZICHTE GRUNDSÄTZLICH AUF EXPRESS-LIEFERUNGEN

Bei Express-Lieferungen können die Lieferfahrzeuge nicht immer warten, bis sie voll sind. Beim Standard-Versand sind sie besser ausgelastet.

7. LASSE DEINE RETOUREN NICHT ZUHAUSE ABHOLEN

Onlinehändler wie z. B. Zalando werben damit, die Rücksendungen individuell beim Kunden abzuholen. Natürlich ist dies einfach und bequem, aber auch das geschieht auf Kosten der Umwelt.

Selbstverständlich kann man noch viel mehr machen, um Online Shopping umweltfreundlicher zu gestalten und die eigene Retourquote zu verringern. Aber meine 7 persönlichen Tipps sind zumindest schon einmal ein guter Anfang.

Anna Winzen
winzen@gretchenfrage.com