6 Convenience-Stores, die Ihnen beim Zeitsparen helfen werden

6 Convenience-Stores, die Ihnen beim Zeitsparen helfen werden

Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Dennoch gibt es etwas, von dem wir alle viel zu wenig haben: Zeit. Um nichts von diesem kostbaren Gut zu vergeuden, möchten wir alles noch schneller erledigen. Kein Wunder, dass Convenience ein fester Bestandteil des modernen Lifestyle ist.

Der wohnortnahe Einkauf und die schnelle Unterwegs-Versorgung in Shops, die sich durch ein übersichtliches und kuratiertes Produktsortiment auszeichnen, bedienen das wachsende Bedürfnis nach Bequemlichkeit, Flexibilität und Schnelligkeit. Getrieben von Mega-Shopper-Trends wie Easy Shopping und Guilt Free Shopping entstehen neue kleinflächige Store-Konzepte, die an die Tradition der Tante-Emma-Läden anknüpfen. Parallel dazu entwickelt sich eine neue Convenience-Kultur. Sie reicht von Shops, deren Sortimente von Frische und Healthy Food geprägt sind, bis hin zu AI-basierten Store-Formaten.

Die neuen Convenience Stores müssen ihren Kunden – ebenso wie die großen Handelsformate – eine Shopper Experience vermitteln, die ihren Erwartungen entspricht. Doch ihre kleine Fläche bietet wenig Platz, um Erlebnisräume für Shopper zu schaffen. Deshalb müssen sie dabei besonders kreativ sein. Hier sind 6 Convenience-Stores, die zeigen, wohin die Reise in Zukunft geht:

THE GOODS MART

Um den steigenden Anforderungen gesundheitsbewusster Konsumenten gerecht zu werden, befindet sich der Convenience-Store in einem „gesunden“ Wandel. The Goods Mart in Silver Lake, Los Angeles, will „the archaic 7-Eleven model with a fresh, socially conscious rethink of the convenience store“ wachrütteln, wie es auf der Website heißt. Das von einer Ernährungsberaterin kuratierte Angebot umfasst 300 umweltfreundliche Artikel, darunter Bio-Slushies in Pappbechern und nachhaltige Reinigungsprodukte. Die Kunden sollen nicht länger das kleinere von zwei Übeln wählen müssen.

THE APPLESTONE MEAL CO.

Neue Self-Service-Konzepte sorgen für ein Shopping-Experience-Upgrade, das noch mehr Bequemlichkeit verspricht. Dabei kommen zunehmend auch Vending Machines zum Einsatz, die kassenloses Bezahlen mit Fresh-to-Go-Angeboten kombinieren. The Applestone Meal Co., ein Familienunternehmen im US-Bundesstaat New York, nutzt solche Verkaufsautomaten, um Fleischliebhabern rund um die Uhr den Kauf von frischem Fleisch und frischer Wurst zu ermöglichen. Das Unternehmen vergleicht ihre Automaten mit der Fleischtheke im Supermarkt und plant ihr Angebot auf weitere Standorte, einschließlich in Manhattan, auszuweiten.

LITTLE B

Mit Little B eröffnete die Lifestyle-Marke The Beast in Shanghai eine neue Form von Convenience-Store, bei dem nicht der schnelle Kauf allein im Fokus steht. Beim Betreten des Shops wird der Kunde von einer Kunstinstallation empfangen. Erst danach gelangt er in den eigentlichen Verkaufsraum. Zusätzlich zur Verkaufsfläche gibt es einen Ausstellungsraum für Kunstwerke, Markeninstallationen, Pop-ups und großflächige Visual Merchandising-Präsentationen. Little B bietet eine kuratierte Auswahl von Körperpflegeprodukten und Wohnaccessoires von lokalen und internationalen High-End-Marken.

Foto: The Beast 

RICKER’S

Ricker’s, eine regionale Kette in Indiana, USA, setzt in ihren 58 Convenience-Stores eine neue „frictionless checkout technology“ ein. Sie ist ein Hybrid aus Mobile Payment und dem „just walk out“-Erlebnis von Amazon Go. Ziel ist es, den Kunden eine „best-in-class convenience store experience“ zu bieten, die darauf abzielt, den Einkaufsprozess so einfach und so reibungslos wie möglich zu gestalten. Durch die neue Technologie wird die Checkout-Geschwindigkeit von bisher durchschnittlich 60 Sekunden auf eine sofortige Pay-and-Go-Aktion reduziert, die der Kunde selbst kontrolliert.

7-ELEVEN

Die Convenience-Ladenkette 7-Eleven führte „AI-based facial recognition and behavior analysis technologies“ in seinen 11.000 Filialen in Thailand ein. Diese in Asien, vor allem in China, häufig eingesetzten Technologien sollen loyale Kunden identifizieren, den In-Store-Traffic analysieren, die Emotionen der Kunden im Laden messen und ihnen individuelle Produktempfehlungen unterbreiten. Rund 10 Millionen Menschen durchlaufen jeden Tag die 7-Eleven-Geschäfte in Thailand. Mit Hilfe der künstlichen Intelligenz erreicht die Gesichtserkennungstechnologie eine Genauigkeitsrate von mehr als 96 %.

MOBY MART

Wie der kassen- und mitarbeiterfreie Convenience-Store der Zukunft aussehen kann, zeigt der Moby Mart des schwedischen Unternehmens Wheelys. Es ist ein mobiler Store auf Rädern, der von einer KI gesteuert wird und das Stadtgebiet von Shanghai selbstständig durchwandert. Bei seinem Anblick fühlt man sich an Science-Fiction-Filme erinnert. Zum Einkaufen können die Kunden den Moby Mart herbeigerufen oder sich die bestellte Ware per Drohne liefern lassen. Ob mobile Stores angesichts des permanent drohenden Verkehrskollaps in den Mega-Citys wirklich so convenient sind, wird sich zeigen müssen.

Foto: Wired UK
Wolf Thiem
thiem@gretchenfrage.com